Al's Hottest

Videos, blogs, and articles that Bam!

    • 0
      7 Jan 2012

      Six things I learned in 2011

      • Edit
      • Delete
      • Tags
      • Autopost

      Tonight is the only night this week I can stay awake as long as I want to without an annoying alarm clock that kicks me out of bed in the morning. I had problems sleeping the last few days ... So I will use the silence of this winter night to finish some writings...

      I did a new job in 2011 in a whole different role. It was big fun and a success. I leave the company in a few days after two years to start my own. I wrote down some management learnings in another post. This one is little about business but my private things...

      So what did I learn?

      Friends are my backbone. There were at least two situations when I badly needed my friends. At one point I needed friends to hold me and at one point I needed a kick in my ass. I received both. I used to clear things with myself and didn't feel comfortable bothering others with my problems. I don't know if you have to become 28 to learn that friends are a great source for help but I'm happy to know now - maybe you are smarter. :) I'm GRATEFUL for having you (very very much)! This is a THANK YOU!

      Family is my past and my future. I visited my family in the north for a sad occasion (my uncle's funeral) during the Christmas holidays... I haven't been there for several years. Most relatives are old and life isn't very cozy up there. My relatives haven‘t seen me for a very long time. To meet old people reminds us that life isn't for the infinity. I've had a great talk with my grandfather about life and love, met my youngest cousine (1 1/2 years old) and was with my Mum during the funeral. Trust me - it is much better to visit the living than the dead. When it comes to family: time is NOT on your side.

      Only moments become memories. As we can't remember time-frames we have to create emotional moments we remember, the newer the experience the better. The easiest way is to travel. Even if we don't travel there are many adventures around and inside us.

      Pushing boundaries is key. Body and mind are our biggest construction sites. Once you stand infront of your inner conflicts and get far over your "comfort zone" we learn, create exciting moments, and get the „real“ -self-confidence. There are true challenges, fears and borders inside all of us. I found some ;)...

      The big stuff is overrated. The most important moments during this year weren't expensive nor fancy. I've had the most beautiful situations with friends enjoying a meal together - this is life. Little is needed to be happy...

      ...and sometimes the universe is just a kiss.

      Learning is more than money. I always thought a huge portion of my motivation depends on future financial outcomes. This year I realized I don't do things for money but for learning. Fortunately, the willingness to learn is critical for success today. Maybe: Money comes when you really like what you do.

      I wish you a wonderful 2012! Thanks for your support, the love and the happiness!

      Yours

      Al

      PS: I heartly invite you to comment on this post. And... The goal for 2012 is learning - not money.

      • views
      • Tweet
    • 0
      24 Jun 2011

      Pictures

      • Edit
      • Delete
      • Tags
      • Autopost

      2011 CyberOne Award. von links nach rechts: Dr. Simone Schwanitz (Ministerialdirektorin im Ministerium für Wissenschaft und Forschung), Anja Maisch, Carsten Kraus, Albert Pusch, Emin Karayel, Dr. Tilman Schad (Vorstand bwcon). (Bildquelle: bwcon)

      Aus Albert Pusch

       

       

      2010 Albert Pusch bei der Verleihung des Vision Awards beim Spotlight Festival im Mannheimer Rosengarten.

      Aus Albert Pusch

      2009 Erfolgreich abgeschlossen - das Relaunchprojekt für die Website des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg.

      Aus Albert Pusch

       

       

      2008 Unser PR-Team bei der Übergabe der Kommunikationsstrategie für den Versicherungsmakler EH-24. (v.l.) Heike Bühler, Nicole Nadine Wolf, Albert Pusch, Annika Häuser.

      Aus Albert Pusch
      Die Henkel Innovation Challenge im Februar in Düsseldorf. Wir traten mit "Henchman" an und waren damit unter den zehn besten in Deutschland.Aus Albert Pusch

       

      • views
      • Tweet
    • 0
      22 Apr 2011

      Wireframes für Mock-ups erstellen

      • Edit
      • Delete
      • Tags
      • Autopost
      Mit Wireframes können auch Marketing-Menschen ihre online Business-Ideen sehr schnell skizzieren und in Mock-ups festhalten. Es gibt Tools für die Mock-ups, aber Powerpoint tut es auch. Von der Konzeption geht der Mock-up anschließend in das Design und falls nötig in die Entwicklung für die einzelnen Funktionen. Das Design wird später im CSS geschrieben und umgesetzt. Der Wireframe ist also eine Konzeption, die Grundlage für Neues.

      Wozu braucht man Wireframes?
      Meist braucht man Wireframes für Mockups von neuen Webseiten oder Apps. Dabei können sie entweder für die Ideenpräsentation verwendet werden (z.B. gegenüber Investoren, Business Angels) oder sie sind die konzeptionelle Grundlage für die Umsetzung der Agentur/ Designer/ Programmierer.

      Worin liegen die Vorteile von Wireframes?
      Der Vorteil liegt darin, dass jemand ohne Programmieraufwand einen Prototypen erstellen kann. Er braucht keine neuen Programme für den Mock-up und kann sich auf seine konzeptionellen Fähigkeiten konzentrieren. Gleichzeit wird die Idee konkret und bei Partnerschaften finden sich unterschiedliche Denkansätze wieder, die in bisherigen Diskussionen nur unspezifisch geäußert wurden.

      Welches Programm sollte ich für Wireframes verwenden?
      Ich lege die Wireframes mit Powerpoint(ppt) an, damit bin ich sehr flexibel. Noch ein Grund gegen ein spezielles Tools: Die Tools haben vorgegebene Felder und Optionen. Ich will aber nicht Dinge genauso schlecht machen, wie sie schon immer sind, sondern besser! Also baue ich die Seite mit mehr Logik auf und stelle viele klassische Eigenschaften und Funktionen in Frage. Wie muss ein "Dialog-Fenster” aussehen? Das heißt aber nicht, das man das Rad jedes mal neu erfinden muss. Die Usability ist das A und O. Wenn der User ein bestimmtes Verhalten gelernt hat, sollte man ihm das so weiterhin erlauben - revoluzen sie nur, wenn es sei genial ist.

      Wireframes erfordern Denkleistung - Überlegen bis der Schädel raucht!
      Ist im Wireframe alles abgedeckt? Auch wenn der User nicht den vorgedachten Weg wählt, sich ausloggen möchte oder wieder einen Schritt zurück möchte? Ich mag es nicht, wenn mir Fehler erst dann auffallen, wenn ein Entwicklungsteam sich daran setzt. Klar gibt es viele Punkte, die erst beim Programmieren auffallen, aber wer am Anfang viel bedenkt, beschleunigt die Umsetzung. Das Konzept ist noch billig, Fehler in der Entwicklung hingegen teuer. Die genaue Größe der Seite ist übrigens nicht so wichtig, weil es nur um die Struktur geht.

      Worauf sollte ich beim Wireframe achten?
      Meine Regeln sind: keine Farben, keine Bilder. Graustufen zeigen an wo die Aufmerksamkeit des Users liegen soll. Weiß ist dann beispielsweise die untere Navigationsleiste, während ein Schwarz einen "Kaufen-Button" darstellt. Der Webdesigner, kann später genau sehen, was wichtig ist. (Dieses Graustufen-Konzept hat eine Dame erfunden, deren Artikel ich gerade nicht wiederfinde.)

      Wireframes zeigen schnell Hürden auf.
      Einmal bekam ich die Vorgaben für einen neuen “eShop” eines Vertriebsteam, darin waren die wichtigsten Punkte für die Startseite aufgelistet. Die Liste umfasste schätzungsweise 40 Punkte. Zur Demonstration habe ich sie alle auf den Mock-up der ersten Seite eingebaut und sie ins anschließende Meeting mitgenommen. Das Team konnte sehen, dass es zu viele Punkte waren und wir haben gemeinsam die Inhalte eingeschränkt. Am Ende waren nur noch die wichtigsten Punkte übrig blieb. Hätte ich von Anfang an gesagt, dass es nicht möglich wäre alle Punkte zu zeigen, hätte es möglicherweise zu größeren Reaktanzen geführt. In diesem Fall sagte ein Bild eben doch mehr als 1000 Worte.
      • views
      • Tweet
    • 2
      30 Dec 2009

      Fliegt die Kiste noch? - Ein Plädoyer für das Aufschreiben der eigenen Ziele.

      • Edit
      • Delete
      • Tags
      • Autopost

      Das Erfolgsjournal

      Piloten

      Bild: Muffet

      Das neue Jahr: Zeit eine Bilanz unter diesem Jahr zu ziehen und auch der Beginn Überlegungen anzustellen, was im neuen Jahr passieren soll. Wenn Piloten in eine kritische Situation kommen, dann gibt es eine Frage, die sie sich die ganze Zeit stellen, um nicht in Panik zu geraten: „Fliegt die Kiste noch?“.

      Wer im neuen Jahr große Pläne hat, muss sich diese Frage immer wieder stellen… Wer wirklich plant etwas zu verändern, der sollte sich Zeit nehmen, seine Gedanken aufzuschreiben. Mit dem schriftlichen Festhalten der neuen Ziele bekommen sie Form und werden zu einem Manifest an Grundsätzen, die leichter zu erreichen und kontrollieren sind.

      10 Regeln für die schriftliche Jahresplanung

      1. Beginne grob und schreib auf, wo du in 12 Monaten sein willst.
      2. Setz dir die Ziele realistisch, aber nicht zu niedrig.
      3. Sortiere deine Gedanken und geb deinen Zielen eine Prio-Liste.
      4. Während du schreibst, sortieren sich deine Gedanken neu, lass sie fließen und bewerte wenn du fertig bist.
      5. Unterscheide drei Bereiche für den Erfolg und bring sie in Balance: Liebe, Gesundheit und Geld.
      6. Überlege dir, wer dir bei diesen Vorhaben helfen kann und nimm dir vor mit diesen Menschen zu sprechen.
      7. Kreiere dein eigenes Spiel und mach nicht was alle tun.
      8. Wenn du eine Antwort suchst, musst du zuerst die richtige Frage stellen.
      9. Teile dir das Jahr in eigene Zeitabschnitte auf, die dir sagen, wo du wann sein willst.
      10. Frage dich im neuen Jahr immer wieder, ob die Kiste noch fliegt.

       

      PS: Umgebe dich mit Menschen voller Leidenschaft, Energie und Freude.

      • views
      • Tweet
    • 0
      28 Nov 2009

      Revolution sieht anders aus

      • Edit
      • Delete
      • Tags
      • Autopost

      Mit dieser Mail werden die Pfozheimer zum Protest aufgerufen. Da werden sicher Steine fliegen und Autos brennen:D...

      Liebe Studierende,

      uns war bewusst, dass bei unserer Doodle-Umfrage zum Bildungsstreik Mehrfachnennungen möglich waren. Es war aber die schnellste Lösung um zumindest eine Tendenz über das Stimmungsbild an der Hochschule zu erhalten. Eins ist auf jeden Fall sicher. Es besteht Interesse an einer Demonstration. Das ist Grund genug, dass wir als AStA dies auch unterstützen. Deswegen haben wir uns mit Studierenden getroffen, welche uns ihr Interesse an einem Streik bekundet haben. Die Demonstration soll am kommenden Mittwoch, den 02.12. um 14 Uhr am Waisenhausplatz stattfinden. Im Vorfeld wird am Montag, 30.11. eine Versammlung auf dem Campus in der Tiefenbronner Straße stattfinden, um über die Demonstrationsgründe zu informieren. Es wäre im Interesse von allen hier auch zu erscheinen, da es wirklich gute Gründe gibt, das aktuelle Bildungssystem zu kritisieren. Nutzt die Chance und erscheint zu der Versammlung.

      Wir rufen auf zur Vollversammlung
      am Montag, 30.11., 12:30 Uhr
      Campus Tiefenbronner Straße
      (bei schlechtem Wetter im AudiMax)

      Bildungsstreik Pforzheim
      Mehr Gold für Bildung!

      • views
      • Tweet
    • 0
      26 Nov 2009

      Die digitale Verwüstung

      • Edit
      • Delete
      • Tags
      • Autopost

      Von den Sorgen der Buchbranche.

      Wie eine nimmersatte Raupe frisst sich Google durch die Bibliotheken von Austin bis Tokio. Für sein Google Books Library Project scannt das Unternehmen sämtliche Buchbestände mit dem Ziel der totalen digitalen Verfügbarkeit. Gleichzeitig werden Urheberrechte von Piraten torpediert, die mittlerweile selbst ins Europäische Parlament Einzug halten. Mit der Entwicklung von E-Book-Readern wird das digitale Lesen und Verbreiten zum Kinderspiel. 500 Jahre nach der Erfindung des Buchdrucks stehen die Autoren, Verlagsmanager und Buchhändler vor der größten Veränderung ihrer Geschichte. Stirbt das Buch oder sind die Kopfschmerzen der Branche vielleicht sogar unbegründet?


      Deutschland ist das Land der Leser, romantisch ausgedrückt, der Dichter und Denker, oder doch eher der „Doofen und Dieter“, wie es kürzlich der Moderator und Schriftsteller Jörg Thadeusz ausdrückte? Fakt ist, Lesen stand bei der Frage nach den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen im letzten Jahr auf Platz 7, gleich hinter Auto fahren. 40 Prozent der Bevölkerung haben im letzten Jahr kein Buch gekauft und die Menschen, die täglich oder zumindest mehrmals die Woche lesen, beschränkt sich auf 45 Prozent bei den Frauen und gerade einmal 35 Prozent bei den Männern. Durch die Digitalisierung verbringen die Menschen mehr Zeit im Internet, Zeit, die fürs Lesen fehlt. Im Prinzip beginnen die Probleme genau an dieser Stelle, nämlich mit der Frage, wie ein uraltes Medium mit den multisensorischen Erlebniswelten eines digitalen Umfelds mithalten kann?

      Von Freund und Feind

      Amazon, Google und Apple sind die Großmächte, die dem Buchmarkt zusetzen – jedes der Unternehmen auf seine Weise. Zusammengerechnet 77 Milliarden Euro Umsatz erwirtschafteten die drei im Jahr 2008, dem gegenüber stehen die einhundert größten deutschen Buchverlage mit einem Umsatz von weniger als sieben Milliarden Euro. Bei diesen Summen wird klar, dass, wenn sich Amazon, Google und Apple vornehmen, das bestehende Geflecht aus Autoren, Verlagen und Endkunden zu verändern, sie es schaffen werden – ob die Manager der Verlagshäuser das nun wollen oder nicht.


      Um Lösungen für die Probleme der Branche zu ermitteln, lohnt ein Blick auf die vier Marketing Ps. Product, Price, Place und Promotion – jeder der vier Bereiche verändert sich.

      Das Produkt „Buch“ im Wandel

      Amazon hat sich darauf spezialisiert, dem Kunden möglichst schnell und günstig die gewünschten Artikel zu liefern. Preistransparenz und der Verzicht auf Versandgebühren sichern dem Unternehmen ein zuverlässiges Wachstum, auch in Krisenzeiten. Seit über einem Jahr ist Amazons Kindle in den Vereinigten Staaten zu haben und mit der Entwicklung des E-Book-Readers stieg das Online-Versandhaus erstmals in die Entwicklung von Hardware ein.

      Unter dem Motto „Alles aus einer Hand“ wird auf den Lesegeräten ausschließlich das Amazon-eigene Format unterstützt, so dass der Kunde gezwungen ist, seine Bücher für das Kindle allesamt bei Amazon zu kaufen. Dank drahtloser Internetanbindung ist der Kunde flexibel und kann seine Titel von jedem Ort aus beziehen. Mit dieser Funktion ist das Kindle den anderen Geräten von Sony und Co weit überlegen.


      Die Lesegeräte legen ein enormes Wachstum im dreistelligen Prozentbereich vor, dieses Wachstum wird allerdings durch die niedrige Ausgangsbasis relativiert. Im Gegensatz zum amerikanischen Markt treffen die Geräte in Deutschland noch auf Widerstände, sei es durch ihren geringen Leistungsumfang oder einer gewissen Technikverdrossenheit der Deutschen. Scheinbar macht sich Apple bereits daran ersteres Problem zu beseitigen, indem sie die Vorteile eines lesefreundlichen Geräts mit der Fähigkeit zur Multimedialität zu verbinden.

      „Apple Tablet“ heißt das Buzzword, das seit Wochen in den Gerüchteküchen des Webs brodelt. Anfang Januar wird es vermutlich auf der Keynote des Unternehmens vorgestellt. Ob sich die bisherigen Lesegeräte durchsetzen oder aber multifunktionale Geräte wie das Apple Tablet den Markt beherrschen werden, bleibt abzuwarten.

      Die Entwicklung der Smartphones spielt ebenfalls eine gewichtige Rolle. Bereits jetzt nutzen Menschen ihre Smartphones als Lesegeräte. Applikationen für iPhone und Android-Syteme optimieren E-Books (PDF-Files) auf die kleinformatigen Displays. Die Hardware schafft die Nachteile der Software; die E-Books sind leicht zu kopieren und die Rechte im Web nur schwer zu schützen. Piraterie der immateriellen Güter ist ein enormes Problem. Die Versuche durch Digital Rights Management(DRM) - also Technologien, die den Nutzerkreis beschränken - eine Kontrolle über die Verbreitung einer Publikation zu bekommen, sind kundenunfreundlich und mit Schwächen behaftet.

      Außerdem sind die DRM-Ansätze einer der Gründe, warum die Musikindustrie heute da steht, wo sie steht – am Ende der marktwirtschaftlichen Nahrungskette.

      Und wieder Apple

      Der Vergleich mit der Musikbranche ist für die Neugestaltung der Buchbranche unverzichtbar. Denn als die Musikindustrie die dunkelsten Tage ihrer Existenz durchlitt, schaffte es Apple mit einer Kombination aus Geschick und Glück, eine Marktnische zu erobern. Über den iTunes Store können Millionen Nutzer, Musiktitel, Hörbücher und selbst Filme herunterladen und sie sind „sogar“ bereit dafür zu zahlen. 2,2 Milliarden Euro erwirtschaftete Apple mit dem Store 2008, das Wachstum gegenüber dem Vorjahr betrug 49 Prozent, und das in einem Markt, der für klinisch tot gehalten wurde. Mit dem iTunes Store beweist Apple etwas, das Joseph Schumpeter bereits 1912 beschrieb, nämlich die Fähigkeit eines Unternehmers, dort zu gehen, wo noch keiner ging und die „neuartigen Kombinationen von Dingen und Kräften“ für seinen Vorteil zu nutzen – als Pionier. Die Buchbranche muss die ausgetretenen Pfade verlassen um den Wandel erfolgreich zu begehen.


      Vertriebsplattformen wie iTunes werden für das Verlagswesen eine wachsende Rolle spielen. Nicht nur E-Books lassen sich online vertreiben, sondern auch Hörbücher, die immerhin fünf Prozent des Umsatzes der deutschen Verlage ausmachen. Mit der Gründung von Libreka, einer verlagsübergreifende E-Commerce-Plattform für E-Books, wurde der erste Schritt in diese Richtung getan.


      Damit kommen wir auch zum dritten P, dem Preis. Warum kostet ein E-Book genauso viel wie ein Taschenbuch? Das E-Book muss weder versandt werden, noch muss es von Mitarbeiter ausgepackt und ins Regal gestellt werden, es erfordert keinen Lagerraum und nimmt auch keine kostbare Ladenfläche ein, dennoch sind die Preise gleich. Fachlich ausgedrückt bedeutet das E-Book eine Minimierung der Transport-, Lager- und Personalkosten. Grund am Preis ist das Festhalten an der Buchpreisbindung; wohl eine der absurdesten Ideen der Branche.


      Eines der Keylearnings aus dem iTunes-Fall ist, dass der Preis für ein digitales Produkt so gestaltet sein muss, dass die Kunden nicht mehr bereit sind, den Aufwand zu betreiben, sich Inhalte über Filesharing-Portale herunter zu laden. Es gibt keinen Grund, den Preis von E-Books auf dem momentanen Niveau zu halten.


      Auch bei den gedruckten Werken ist die Buchpreisbindung völlig überholt. Über Amazons Marketplace lassen sich Bücher „wie neu“ kaufen, diese Verkäufe unterwandern die Buchpreisbindung und untergraben damit das angepeilte Ziel, die Meinungs- und kulturelle Vielfalt zu erhalten. Gleichzeitig lassen sich diese Ziele als überholt bezeichnen, weil allein durch den Digitaldruck Klein- und Kleinstauflagen eine Chance haben, verlegt zu werden –  notfalls auch im Selbstverlag. Außerdem hat jeder die Möglichkeit eigene Inhalte im Internet zu veröffentlichen und zu verbreiten. Das Loslassen der Buchpreisbindung ist keine „Aldisierung“ des Verlagswesens, wie es in manchen Schriften genannt wird, sondern eine unvermeidbare Marktanpassung.

      Neue Starbesetzung

      Eine der wesentlichen Schwierigkeiten für Verlage besteht in deren Selbstverständlichkeit gegenüber der bestehenden Wertschöpfungskette, die nicht mehr mit den Möglichkeiten einer digitalisierten Welt übereinstimmt. So spielt der klassische Handel immer noch eine Schlüsselrolle in einem linearen Prozess vom Autor zum Leser. Die Rolle des Verlegers in dieser Kette ist/war dabei die des Schiedsrichters, Verwahrers von Rechten, des Filters und Marketers und ebenso die des Händlers.


      Neue nicht traditionelle Partner in der Wertschöpfungskette sorgen dafür, dass die scheinbar einzigartige Qualifikation der Verlage, diese Rollen auszufüllen, immer mehr ins Wanken gerät. Für Verlage öffnet sich aber auch eine Vielfalt an Veränderungsmöglichkeiten in den strategischen Bereichen: Unternehmensstrategie, Kanäle, Geschäftsmodelle, Technologie und Plattformen.


      Dass sie dabei Fehler machen werden, ist unvermeidbar. Entscheidungen in einer sich ändernden Welt sind oft von Unsicherheit geprägt. Aber eines ist sicher, überleben werden nur die Verlage, die anfangen sich mit der digitalen Welt anzufreunden, anstatt sie zu verteufeln.


      Doch werden Verlage gezwungen sein, einen wesentlichen Teil ihrer Geschäfte mit nicht traditionellen Institutionen abzuwickeln. Die größten neuen Partner sind, neben den drei oben genannten Spielern, alles Technologieunternehmen, die im Netz zuhause sind und die nicht darauf angewiesen sind veraltete Geschäftsmodelle am Leben zu erhalten.


      Momentan stellen die Buchverlage noch zu oft die Frage, wie sie ein zweiseitig bedrucktes Buch auf das 3,5 Zoll kleine Display eines iPhones bekommen, anstatt sich den wesentlichen Fragen zu stellen. Die wirkliche Herausforderung ist es, wie wir ein Medium nutzen, das bereits drei unserer fünf Sinne anspricht. Wie lässt sich gleichzeitig das Buch gegen das Internet und die allgemeine Digitalisierung verteidigen und müssen wir das überhaupt? Wie können wir beide Welten miteinander Verbinden?

      Mit Zauberformeln zum neuen Buch

      Gerade im Bildungs- und Sachbuchbereich können Bücher in Zukunft der Startpunkt für multisensorische Erlebnisse sein. Content Enrichment als Zauberformel für die nächste Stufe des Buches? So ließen sich an den Erwerb eines Buches unzählige Zusatzinformationen koppeln, die aus dem Web abgerufen werden können: Video-Sequenzen zu einzelnen Kapiteln einer medizinischen Abhandlung sind denkbar, genauso wie Animationen, weiterführende oder ergänzende Quellen und dynamisch aufbereitete Daten.

      Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen und wird nur von der Phantasie des einzelnen gebremst. Selbst in der Belletristik ließe sich Content Enrichment nutzen: Autorenlesungen mit persönlicher Fragerunde via Livestream, die nur für die Buchkäufer zugänglich sind oder Hintergrundinformationen zur Entstehungsgeschichte eines Buches. Die Kunden lieben Geschichten, diese müssen aber nicht nur im Buch erzählt werden. Auch hier werden Plattformen wieder eine bedeutende Rolle spielen.


      Auch die Veredelung des Buches durch ausgefallene Drucktechniken und das Wiederbeleben von Sammlereditionen könnte einen bibliophilen Markt im Luxussegment neu entstehen lassen.

      Konsumerlebnisse für Leseratten: Ein Schlussplädoyer

      Als finaler Anstoß sei auch das letzte und vierte P genannt – die Promotion. Wir leben in einem Zeitalter in dem Kunden hungrig nach Konsumerlebnissen  sind. Nicht umsonst richten Hugendubel und Thalia gemütliche Leseecken ein, lassen die Kunden stundenlang in Büchern lesen während sie in gemütlichen Sesseln sitzen und haben oft sogar ein angeschlossenes Café im Haus. Damit wird der Besuch in der Buchhandlung zum Event, das kein Internetunternehmen zu leisten vermag.


      Gleichzeitig aber bietet das Web einen anderen Vorteil – die Vernetzung. Interaktion, Feedback und Informationen waren niemals einfacher als heute. Die Kommunikation zwischen den Teilnehmern des Buchmarktes ist schnell und direkt. Leser informieren sich in Buchblogs zu neuen Titeln und es entstehen Meinungsführer, die Unternehmen für ihre Kommunikation nutzen können. Darüber hinaus gibt es unzählige neue Werbeformen, soziale Netzwerke und Targeting-Lösungen, um Zielgruppen genauer und kostengünstig zu erreichen. Die neuen Technologien und Plattformen ziehen nicht zuletzt auch Veränderungen in der Personalstruktur der Verlage nach sich. Die Verlage müssen in Leute investieren, die mit den neuen Technologien ganz natürlich umgehen, die veränderten Kommunikationsanforderungen verstehen, neue Ideen entwickeln und umsetzen. Eine Investition in diesen Lernprozess wird elementar sein.


      Die Digitale Revolution vollzieht sich nicht von heute auf morgen, und dennoch müssen die Verlage Druckwerke und Digitales miteinander verbinden. Dafür müssen sie sich dem neuen Umfeld anpassen und neue Fähigkeiten entwickeln. Eine Frage wird sein, wie man mit innovativen Monopolisten umgeht und wie die Veränderungen in der Wertschöpfungskette vom Autor zum Endkunden so beeinflusst wird, dass daraus Gewinne erwirtschaftet werden. Die Veränderungen der digitalen Welt passieren nicht über Nacht und es wäre unrealistisch zu glauben, dass die digitale Anpassung der Verlage sich auch umgehend positiv auf die Umsätze auswirkt. Dennoch müssen heute Entscheidungen getroffen werden, die helfen, sich in einer neuen, digitalen Umwelt zu Recht zu finden.

      Dieser Artikel erschien am 16.12.2009 im Hochschulmagazin MD - Marketing Digest der Hochschule Pforzheim.

      Albert Pusch

      8. Semester

      Marketing-Kommunikation

      http://www.socialmedia-blog.de

      • views
      • Tweet
    • Search

    • Sites I Like

      • Social Media und Marketing auf Deutsch
      • Blogger Relations
      • Pferdephysiotherapie in Karlsruhe | Caroline Pfister
      • The 99 Percent - It's not about ideas. It's about making ideas happen.
      • Hochwertiges Webdesign und Grafikdesign in Karlsruhe, Pforzheim, Stuttgart und Umgebung
    • Tags

      • Buch
      • Buchmarkt
      • Digitalisierung
      • Erfolgsjournal
      • Jahresplanung
      • Marketing
      • Regeln
      • Vorsätze
      • Ziele
      • apps
      • family
      • friends
      • konzeption
      • learning
      • life
      • mock-up
      • moments
      • website
      • wireframes erstellen
    • Archive

      • 2012 (2)
        • January (2)
      • 2011 (3)
        • June (1)
        • April (2)
      • 2009 (3)
        • December (1)
        • November (2)
    • Obox Design
  • Al's Hottest

    Blessed with passion.

    2066 Views
  • Get Updates

    Subscribe via RSS
    TwitterFacebookBuzz